Wednesday, October 17, 2007

Iggy





2. Januar
Um zehn erwacht
und gedacht:
Noch etwas liegen bleiben
und sich mit liegen bleiben
die Zeit vertreiben


3. Januar
Spät erwacht
und gedacht:
Noch etwas liegen bleiben
Und dann über das liegen
schreiben.


4. Januar
Zu lange liegen geblieben
und nichts über das liegen geschrieben


5. Januar
Abends nette Leute getroffen,
mitgegangen, mitgesoffen,
frühmorgens nach Hause gewankt
und dem Schicksal gedankt.
(Keine Ahnung wofür.)
Walter Rufer


Es gibt noch mehr von diesen famosen Gedichten von Walter Rufer in dem im BLUMENBAR-Verlag erschienenen Band DER HIMMEL IST BLAU, ICH AUCH (siehe auch das Cover davon oben).


Der Eintrag vom 4. Januar ist mein Stichwort.
Gerade sitze ich schon wieder am Eindämmen der Folgen der Überziehung einer eigentlich garnicht wirklich vorhanden gewesenen Deadline. Genauer gesagt muss ich in einigen Stunden in einem Seminar sitzen und nicht nur das Exposé was noch nicht fertig ist, dabei haben sondern auch einer Erklärung warum ich es nicht früher abgegeben habe.

Aber das ist nebensächlich.
Wichtig ist, dass ich gerade auf Ellen DeGeneres "I llllove animals"-Lament gestoßen bin. Das tolle am amerikanischen Fernsehen ist nämlich nicht nur die Geilomatät von Serien wie SIX FEET UNDER, LOST oder BATTLESTAR GALACTICA.
Auch die schlechten Fernseh-Momente sind einfach viel viel besser und unterhaltsamer als unsere.
Am Wochenende hat Plasberg dem Elstner erzählt wie er beim Gucken von Kerner noch vor dem Abgang Eva Hermans eingeschlafen ist. Richtig so.

Denn was ist schon Eva Hermans total verwirrendes pseudo-politisches Frauen-Familien Gedöhns gegen das hier?



Bitte nicht vergessen die Kommentare auf defamer zu lesen, ok?

So ne Hunde müssen zur Hairdresser-Familie zurück Story ist einfach ums Zehnfache besser als dieser elende Nazi-Kerner-Scheiß.

Hhhaccch. Ich liebe La La-Land.

Friday, August 31, 2007

inspirierend

Wenn man seine Bilder auf youtube schaut, fühlt es sich so an als würde man Christopher Doyle eine runterhauen.
Gerade habe ich auf arte die zweite Hälfte des Portraits, was über ihn und Hongkong gemacht wurde, gesehen. Auf einigen Aufnahmen sah er verbraucht und sein Gesicht total zerknittert aus. Die Gänge, Zimmer, Straßen und Häuser, durch die er geführt hat waren der Wahnsinn. Und dann fiel mir irgendwann auf wie hübsch und charismatisch dieser Typ ist. Wie ein Clown, labert M.Night Shyamalan, würde er das Set vergnügen und man ahnt, dass das, was Shyamalan eigentlich über Doyle denkt, aus Gründen filmkalifornischer Pseudo-Höflichkeit verschwiegen wird*. Das dachte ich, als Shyamalan am Set von THE LADY IN THE WATER komisch anschaut und ihm Befehle erteilt. Shyamalan dieses Arschloch, dachte ich mir. Doyle, du Gott, der Farben, Bilder und des Lichts, sagte ich meinem Fernsehgerät.
Dann sagte Doyle noch ein paar total magische Sätze, die bis oben voll waren mit Wahrheit und diesen "Gott der Bilder"-Quatsch für einen Augenblick tatsächlich die Lächerlichkeit genommen haben.

Vereinzelt kam mir Boyle so ähnlich vor wie PTA. Zumindest hat er in mir das gleiche "kokst der eigentlich?" und Bewunderungs-Liebesgefühl ausgelöst.

Hier eine nicht so großartig, wie die von Arte gemachte Reportage von der BBC:







*sicherlich auch, weil Doyle einfach geile Bilder kreirt.

Friday, August 24, 2007

nostalgie

Monday, August 20, 2007

A day has 24 hours, hasn't it.

And I'm still sitting in front of my laptop pretending to write.

Life isn't eternal, is it?

And I am still writing...

Sunday, August 19, 2007

Reden 2.0

Wie gesagt ...ich schreibe immer noch an dieser Hausarbeit über Kommunikation im virtuellen Raum. Gerade überlege ich, wie ich dieses Video in meine Arbeit einbetten kann...



Und weil Selbstreferenzen ja überhaupt zu den schönsten Dingen des Internets gehören, hier noch der herrliche clip, in dem Casimir Nozkowski einen First-Poster mit kennyesquer Kopfverhüllung mimt.




#Hintergrundinfo: Das Sequel zu First lautet Spam! Reicht aber nicht ganz an die Genialität von First heran...

Friday, August 17, 2007

MYSELF AND THE NEW ORDER OF MISC.

ME AND THE LINE OF DEATH

Ich schreibe gerade so über eine Deadline hinaus, dass es nicht mehr feierlich ist. Eine Hausarbeit, die formal am 15. August abgegeben hätte werden sollen findet sich zur Zeit in noch atomisiertem Zustand in mehreren Open Office Dokumenten und meinem Schreibtisch.

Die Crux ist, dass mir von oberster Stelle mitgeteilt wurde, dass man es durchgehene lassen würde, wenn die Arbeit "ein paar Tage später" eintreffen würde.

Diese äußerst unpräzise Formulierung wird von meinem Gehirn jedesmal, wenn ich den frischen Indy Talkback aktualisiere ["Indiana Jones And The Midlife Crisis Earring" ? Indy Talkbacks haben auch schon bessere Zeiten erlebt...] neu berechnet:

ME AND THE QUEST FOR AN ANSWER

Ist es ok, wenn ich am Montag abgebe? Wird mich dann eine Email mit den Wörtern "zu spät" erreichen? Versaue ich mir das Wochenende und ein mögliches Treffen mit einer nur kurz anwesenden Freundin, wenn ich heute nicht durchmache um die 10 bis 15 bis 20 Seiten morgen abzugeben? Versaue ich mir mein junges Leben und meine mögliche Karriere als __________?

Außerdem fahre ich mir die ganze Zeit mit meiner rechten Hand durch die Haare um zu schaun wie viele sich jedesmal von meinem Kopf verabschieden. Meine Kopfbehaarung ist lang, dicht und dick in der Konsistenz. Und dennoch weiß ich nicht, was daraus wird, ginge es noch drei Tage so weiter.

Handelt es sich bei "ein paar Tagen" im Sinne von ein Paar Schuhen um zwei Stück dieser Sorte, bzw 48 Stunden?
Ursprünglich habe ich den zuständigen Dozenten gefragt ob ich die Arbeit am 31. August abgeben könnte. (Ein seltener Zug von Dreistigkeit meinerseits.) Seine Antwort war recht mäßig, ja geradezu lieb aber enthielt eben die "paar Tage"-Formel und meinte, dass zwei Wochen dann doch ungerecht seien. Vielleicht ist ja ein Wochenende für ihn auch schon wie zwei Wochen.


ME AND THE ANALYSIS ABOUT MYSELF

Ich glaube die Ruhe, in der ich mich der deadline widersetze ist nur Ausdruck meines Wunsches mal ohne große Absicherung in die weite Welt (Ostsee?) zu fahren um ein inspirierendes Abenteuer zu erleben.
Die vergangenen Wochen, waren nämlich die unproduktivsten und Passivsten in meinem ganzen Leben. Und das eigentlich nur, weil ich, wegen so viel Arbeit nicht wegfahren wollte bzw. konnte.


ME AND THE FOUNTAIN OF NEVERENDING ENTERTAINMENT

Ok. So ganz ohne Erlebnis waren die vergangenen Wochen dann doch nicht. Ich habe endlich THE HISTORY OF LOVE beendet, was sicherlich traurig genug war. Dann habe ich zwei Folgen und gefühlte 2984 Ausschnitte von FREAKS AND GEEKS gesehen. Auf youtube habe ich mir dann noch die ersten sechs Folgen von WONDERFALLS angeschaut. (Ich glaube, das muss auch in etwa der Zeitpunkt gewesen sein, an dem die Serie dann abgesetzt wurde.)





Die Blogeinträge jedoch, die diese Erlebnisse wirklich in etwas Produktives umwandelt sollten sind irgendwo in der Development Hell stecken geblieben.


ME AND THE MAIL OF DOOM

Auch Briefpost konnte mich nicht wirklich aus meiner Lethargie befreien*. "Ich vermisse jetzt schon meinen Freund." Klasse. Das ermutigt mich und meine Aussicht auf zukünftige Ferien die wir miteinander verbringen können ungemein.

Und dann war da noch dieses Feuerwerk vor ein paar Tagen. Ich wohne in einer äußerst kleinen Stadt. Einem Städtchen. Dem Ortsteil eines Städtchens, was vom anderen Ortsteil des Städtchens als Dorf bezeichnet wird. Irgendwann zwischen halb elf und zwölf fing es dann auf einmal an. Und es war nicht eines von der mickrigen Sorte sondern eher die "für dieses Geld hätten 10 000 sudanesische Flüchtlinge ernährt werden können" Version.

Ich konnte das ganze perfekt von meinem Balkon aus beobachten und erquickte mich an den Fantasien, was zu diesem Zeitpunkt im Innern der Häuser um uns herum geschehen würde. Ich fragte mich ob die unglaublich lauten Schläge beispielsweise diverse Kriegstraumata wieder aufleben lassen oder zumindest mal Herzinfarkte auslösen würden.

Auch ohne solche kleineren Katastrophen jedoch löste alleine der Gedanke an die Gesichter, die sich zunächst grimmig genervt und dann einfach nur noch erregt über diese Abwechslung in verwirrtem grantigen Ton freuen würden ein sehr schönes Gefühl in mir aus. Die Situation besaß auf alle Fälle eine Menge Drama.

ME AND THEM

Zu diesem Zeitpunkt schaute ich mir gerade die jüngste ROAD-TRIP NATION Episode des TEAMS MONTREAL an. Für jeden, der eine fast schon krankhafte passive Freude an Interviews mit bekannten erfolgreichen Persönlichkeiten entwickeln kann, wenn er hört wie es diese Menschen zu etwas gebracht haben ist ROADTRIPNATION.com ein absolutes Muss.

In regelmäßigen Abständen werden Teams von Mitzwanzigern in einer Art postmodernen Kinderlandverschickung in einem großen wohnmobilartigen Bus durch die US of A geschickt um auf ihrer Reise Interviews mit interessanten Persönlichkeiten zu führen und sich von deren Lebensratschlägen und weisen Kommentaren inspirieren zu lassen.

Der Gedanke ob es nicht besser wäre in diesen zwei Wochen selber mal ne Band aufzumachen oder das Drehbuch für den ersten Kurzfilm zu drehen liegt natürlich nahe. Auch wenn man schon einige Episoden und Interviews begeistert gesehen hat.

Aber das ist dann auch egal, wenn man während fast jeder der nie länger als sieben Minuten andauernden Folgen, beim Anblick beeindruckender vorbeirauschender Landschaften und wunderbaren Worten von bewundernswerten Menschen die in einen beruhigenden Mix von Folk und Countrymusik übergehen (fast) heulen muss.
Schaut es Euch an. Am Abend des besagten Feuerwerks lauschte ich gerade Richard Linklaters Worten. Tut es mir gleich!

Etwas anderes, bei dem ich mir wünschen würde eine kleine Jüngerschaft in meinem face-to-face Bekanntenkreis um mich scharen zu können: Battlestar Galactica.

ME AND EDDIE OLMOS' BLOODCURDLING PRESENCE OF DOOM

Wie ich bereits vor einer Woche schrieb und wie Frosty es in diesem schönen kurzen heads-up auf Collider vor einem Jahr gesagt hat lässt sich eine Serie namens BATTLESTAR GALACTICA sehr schlecht unter Bekannten bewerben. Dies spricht eigentlich für die Bekannten* aber nicht unbedingt gegen diese formidable Serie. Und es macht die Sache auch nicht besser, wenn man es nach mehrmaligem "Was?"-Nachfragen als KAMPFSTERN GALACTICA übersetzte.

Der Übersetzung könnte sich dann jedoch noch eine weitere Nachfrage anschließent: "Ist das diese Schwarz-weiß Serie, wo die Bügeleisen als Steuerknüppel benutzt haben?".
An diesem Punkt darf man auf keinen Fall aufgeben. Ich habe jetzt beschlossen einfach mal ein paar Anfänge der ersten Staffel oder auch der miniserie (wenn ich diese mal besitzen werde) zu brennen und sie zufällig im Hause von Freunden zu vergessen.
So mache ich das mit Musik auch immer.

Nein, ernsthaft: Ich werde sie nicht liegen lassen sondern einfach verschenken.
Auf alle Fälle ist es eine großartige Serie. Und irgendwo in diesem Raum hier, befindet sich auch noch ein Schmierzettel mit ziemlich zufriedenstellenden Stichworten für einen geplanten Blogeintrag darüber.

Vor einer Woche habe ich angefangen die dritte Staffel herunterzuladen. Ich habe jetzt die ersten vier Episoden gesehen, die einiges an greatness, allerdings auch so manche Schwächen in sich bergen. In den Chud-Foreneinträgen zu besagten Folgen überschlagen sich die "best hours of tv ever" Kommentare nur so.

Allerdings war das Pre-5/23. Vor dem Finale der dritten Lost-Staffel, das wirklich ein einschneidendes "Fernseh"-Erlebnis war, wenn man das so nennen kann, wenn man vor dem Computer und heruntergeladenem Datenmaterial sitzt.
Ich kann zu den Downloads noch nicht ausgestrahlter Episoden nur sagen, dass ich mich da in keinster Weise schuldig fühle irgendwelche Rechte zu brechen.

In dem Moment, in dem ich mir diese Episoden kaufen kann, tu ich das selbstverständlich. Allerdings ist für mich durch das Internet "Fernsehen" zu einem internationalen Ereignis geworden. Da ich schon in meiner unmittelbaren sozialen Umgebung nicht über die neueste BSG oder Lostfolge sprechen kann möchte ich wenigstens im Internet frische hahnebüchene freeze-frame Analysen und Meinungen lesen und schreiben und nicht ein Jahr lang warten, in dem schon längst (was nur legitim ist) alle möglichen Plotwendungen in die Alltagssprache der Popkultur übergegangen sind und auf T-Shirts gedruckt werden.

ME, WAITING.

Diese zeitlichen Asynchronitäten, die immernoch in der Popkultur vorhanden sind, sind übrigens untragbar! Es gibt nämlich Dinge, die ich mir um Himmels Willen nicht auf diesem Bildschirm hier anschauen möchte.
Wie wäre es zum Beispiel mit THERE WILL BE BLOOD von PTA oder NO COUNTRY FOR OLD MEN von den Coen Brothers?

THERE WILL BE BLOOD ist auf der imdb für Februar verzeichnet. Für den neuen Coen findet sich für Deutschland kein spezifischer Termin aber auf einer anderen Seite habe ich tatsächlich ein Datum IM APRIL nächsten Jahres aufblitzen sehen bevor sich mein Kopf unsanft auf die Tastatur senkte.
Die Zeit, die vergangen ist, seitdem ich Schnipsel des Films in irgendwelchen Cannes Reportagen sah, kommt mir wie eine halbe Ewigkeit vor und in den USA wird er im November rauskommen.

April. Das bedeutet nicht nur einfach so, der vierte Monat des Jahres 2008, ein Monat nach meinem Geburtstag oder noch ungefähr 244 Tage to go....

Es bedeutet, dass ich diesen Film gerade mal einen Monat vor INDIANA JONES AND THE RETIREMENT HOME OF DOOM sehen werde. Das ist wie ein großer Unglücksfall im universalen Raum-Zeit-Kontinuum.
Mir ist klar, dass diese Zeit nicht damit verbracht werden wird

Ansonsten ist mir bei einem kleinen Durchklicken, der noch ausstehenden Veröffentlichungen dieses Jahres auf der imdb aufgefallen, dass insbesondere der November und Dezember in den USA gigantomanische Ausmaße annehmen werden. Was da TEILWEISE NICHT auf uns zukommt ist versüßt doch den ein oder anderen Blick in die Zukunft der globalen Erwärmung.

Es gibt auch Menschen, die diesen Beobachtungen mehr als nur einen Satz widmen. Und zwar viel mehr wirklich durchdachte und unterhaltsame Sätze, wie sie Jeremy Smith aka Mr Beaks hier zusammengetragen hat. Es ist eine kleine Ausschau auf die nächsten Monate und inwiefern die darin versteckten Veröffentlichungen für ein neues 1999 sorgen könnten. Klickt hier und lest!








*Ok, das war gelogen. Es schreiben mir eigentlich auch nur Menschen Briefe die ich wirklich auf platonische Weise liebe. Aus diesem Grund bin ich jedesmal, wenn ich einen der unverfehlbaren Umschläge aus dem Briefkasten fische, kurz vor einem Lauten Jauchzer und stoße ein kleines Juhuu zu Ehren meiner Freundschaft aus. Der Inhalt der Briefe kann dann auch sein, was er will, ich freue mich immer. Das liegt schon daran, dass meine Freunde einfach grundsätzlich nur interessante Dinge zu vermelden haben, weil sie ganz einfach die besten Menschen der Welt sind.

**Wie gesagt: Meine Freunde sind die Besten. (Ja, JBK! Falls du dazu mal ne Show machen möchtest würde ich gerne eingeladen werden.) Aber ein bisschen mehr Offenheit gegenüber dem Mediensystem wäre manchmal angebracht. Nicht alles ist, was es auf den ersten Blick scheint.

Thursday, August 09, 2007

FIRST RAIN

Genug Intertainment um 24 Stunden unproduktiv in einem Zimmer zu verbringen während draußen die Sintflut bevor steht. [1]




Ich muss ehrlich zugeben, dass ich seit ich vor ein paar Jahren BLADE RUNNER in einem Frankfurter Kino (In your face! Ja. Ich sah ihn. Im Original. Den Director's Cut. Auf einer riesigen Leinwand.) gesehen habe Regen mit anderen Augen betrachte.

Zwar wurde ich schon als Kind mit Lied-Parolen wie "Wir sind doch nicht aus Zucker und weichen auch nicht ein" gehirngewaschen und auf regenresistent trainiert. Ridley Scotts Philip K. Dick Verfilmung jedoch machte Regen für mich erst richtig attraktiv. Das mag daran geliegen haben, dass der Regen sich den Bildausschnitt mit Harrison Fords Körper geteilt hat. Und vielleicht hat auch Ridley Scotts Ausleuchtung und der akribischen Detailverliebtheit mit der er die Szenenbildner und den Rest der Crew in den Wahnsinn geschrien/getrieben hat etwas mit der schier magischen Atmosphäre zu tun, die der Film ausstrahlt.

Was den Regen in Blade Runner wirklich ausmacht, warum er da ist, aus welchen Molekülen er besteht und zu welchen Erkrankungen er bei Crew-Mitgliedern führte. All das kann man sicherlich erfahren, wenn man sich die gigantomanische Vier-Disk-Superspecial and ultimate Edition von BLADE RUNNER bestellt, die am 18. Dezember herauskommen wird.

Ich persönlich werde ja die 5-Disk Edition bestellen, die als großer silberner Koffer daherkommt. (Fragt mich nicht woher dieser Koffer kommt. Vielleicht ist er in irgendeiner der 249 Versionen des Filmes (In Wirklichkeit sind es nur fünf) am Bildrand zu sehen oder wird sogar von Deckard getragen.) Darin ist vielleicht sogar eine kleine Regenprobe enthalten.
Das vielleicht nicht aber dafür ein Origami-Einhorn, ein Filmstreifen, ein Miniatur-Spinner-Replica, Fotos und ein von Ridley Scott unterzeichneter Brief. Und der WORKPRINT mit einem Kommentar von Paul M. Sammon mit einer dazu passenden Featurette.

Dazu kommt dann der Inhalt der anderen vier Scheiben:

*Eine Featurette über Philip K. Dick, eine über den Film und den Roman, eine Featurette zum Graphic Design, eine Featurette zu den Kostümen, eine Featurette zur Beleuchtung, eine Featurette zu den Postern, eine Featurette zur vermeintlichen Replikantenidentität von Rick Deckard, eine Featurette in der Filmemacher und Fans ihre Inspirationsquelle Blade Runner bekunden, eine Featurette aus dem Jahr 1982, Trailer und TV-Spots, geschnittene und alternative Szenen, Unit Photography-Gallerien, Screen Tests von Rachel und Pris, noch mehr Bildergallerien und Audio-Interviews mit Philip K. Dick.

*Eine 200-irgendetwas Minuten lange Dokumentation namens DANGEROUS DAYS



Klick hier, um das Ganze etwas klarer zu sehen.
Desweiteren sind enthalten...

*Die 82er US Kino Version.
Die mit Fords voice-over und dem Happy-Crappy-Bergwagabunden sind wir-Pan über atemberaubende Landschaft-Ending, die wahrscheinlich in dieser Form fast niemand gesehen haben dürfte, der diese Sätze hier auf Deutsch liest.

*Die internationale Version von 82 mit -wie könnte es anders sein - mehr bloody Action.



*Der 92er Directors Cut, der in Deckard's Flur endet und keine Erzählstimme beinhaltet. Dafür aber Deckards Traum mit dem Einhorn.

*Der FINAL CUT. Mit einem Kommentar von Ridley Scott, einem anderen Kommentar von Fancher und Peoples, Deely und Haber und dann noch einem von Syd Mead, Douglas Trumbull und anderen Produktionsdesignern.
Digitalbits sagt: "with added & extended scenes, added lines, new and cleaner special effects and all new 5.1 Dolby Digital Audio"

Joanna Cassidys Gesicht ersetzt das Gesicht der Stuntfrau.


Deckard träumt von Einhörnern. Und diesmal sieht man vorher noch eine Sekunde lang sein Gesicht. Plus: Das Einhorn wiehert. Warum das eventuell der Fall ist erfährt man in einem link weiter untern. Ich sage nur....Uniporn...



Schicke Tänzerinnen mit weißen Masken. Prädikat: Geilo.


Klickt wieder hier, um das Ganze etwas Klarer zu sehen.


Eigentlich habe ich diese Dinge alle nur bei digitalbits abgeschrieben und empfehle jedem selbst mal einen Blick auf deren Auflistung zu werden, die noch mehr Informationen, wie zum Beispiel den genauen Inhalten der Featurettes und Riesendokumentation beinhaltet.


Jetzt würde ich erst einmal ein tiefes Durchatmen empfehlen, bei dem man sich ausmalen kann wie viele Stunden man mit diesem Material wohl zubringen kann und was man sonst so an den Weihnachtsfeiertagen zu tun hat.

Produzent dieses überaus beeindruckenden Box-Sets ist übrigens Charles de Lauzirika, der auf einem längeren Video-Interview mit Collider zu sehen und zu hören ist. Was er zu sagen hat sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
De Lauzirika ist mit Blade Runner aufgewachsen, ging auf die USC, wurde Praktikant bei Ridley und Tony Scotts Produktionsfirma und kümmert sich nun seit einigen Jahren um deren DVD Editionen.

Sich vorzustellen, wie dieser Mensch an einem Bildschirm sitzt und Bilder sieht, die nur wenige Menschen zuvor aus diesem Film gesehen haben, wie er ständig neue Entdeckungen macht, wie er aus all den Fitzeln und Resten und Streifen sich ein immer deutlicheres Bild davon machen kann, wie dieser Film entstanden ist, ist eine Sache. Das aus seinem eignen Mund zu hören eine andere.

Sitzt einfach still, bewegt den Cursor auf diesen verdammten Fleck und lasst Eure Kinnlade langsam nach unten sinken und die Mundwinkel weit nach außen driften.


Dann gibt es auf youtube noch den beinahe kompletten Comic Con panel von Blade Runner zu sehen. Commander Adama fehlt leider. Aber dafür ist Brendas Mutter da. Sowie Hong und Turkel. Und wenn ihr denkt, "oh mein Gott, geht es da vielleicht ab", kann ich natürlich nur zustimmen. Sind das all die unterdrückten Filmliebhaber Gefühle? Schließlich haben wir kein Hurricane, Visions, Rock am Ring, oder wie der ganze Schmus heutzutage heißt. Ich habe ständig drauf gewartet, dass James Hong eine Ukulele herausholt um sie auf dem Tisch zu zerschlagen. Was auch immer...



Wednesday, August 08, 2007

Kampfstern Galactica. Jetzt. Auf RTL 2.

Ich glaube, dass ich früher mehr Fernsehen geschaut habe. Und irgendwie tat mir das nie besonders Leid. Mein Motto war immer, dass man, wenn man nur richtig sucht, fast immer etwas Gutes und Bedeutsames inmitten der 100 Fernsehprogramme finden kann.

In letzter Zeit kam ich dann einfach nicht mehr dazu mich dem Durchzappen der Programme zu widmen. Und die Serien, die mich fasziniert haben habe ich auf DVD erstanden.




So wie BATTLESTAR GALACTICA, die Serie, die früher mal auf RTL 2 lief.
Schon diese Tatsache allein lässt die mythisch eingebettete, sehr real erzählte Geschichte um die Crew eines Kriegsschiffes und die Flotte, die es beschützt ziemlich schwierig unter Bekannten bewerben. Denn irgendwann kommt sie immer die "wo läuft das denn" Frage.

Dann lächle ich etwas erzwungen und vor einer umfangreichen Legitimation die mit einem nachdrücklichen ABER eingeführt wird sage ich leise und unter Lachen ...RTL 2 ...

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ab dem "Aber" überhaupt noch jemand zuhört. Vielmehr beschließen die Freunde ab dem Geräusch "RTL zwEEIIII" den Namen Battlestar Galactica so schnell wie möglich aus ihrem Gedächtnis zu streichen und es nie zu sehen. Nie.

Schade. Denn es ist eine hervorragende Serie. Voller spannender sowohl männlicher als auch weiblicher Charaktere. Jede Szene mit Eddie Olmos' Commander Adama ist ein reiner Genuss. Und auch der Rest des Ensembles macht irgendwie süchtig. Die Geschichten sind in einer spannenden Zone zwischen politischer Realität, mysthisch geprägter Science Fiction und Kriegsfilmplot angesiedelt.

Jetzt gerade läuft auf RTL 2 der Pilotfilm in Spielfilmlänge.

Ich bin darauf gestoßen weil ich zufällg vorbeigeschaltet habe nachdem ich aus Laune heraus einfach so, um es während ich meinen Post über die BLADE RUNNER EXTRAVAGANZA beenden würde im Hintergrund laufen zu lassen.

Und genau das ist das Schöne am Fernsehen:
Nein, nicht die Möglichkeit das Programm im Hintergrund laufen zu lassen, was in einer kürzlich erschienen Untersuchung zum Schluss führte, dass Fernsehen das neue Radio ist (damit haben die vielleicht sogar Recht).

Was mich immer wieder mit dem Fernsehen versöhnt ist der Überraschungseffekt der aufkommt, wenn ich beim Durchzappen der Kanäle plötzlich auf ein Interview mit Martin Scorsese stoße, in einen spannenden Film von Alan Parker hineinstolpere, die neueste Ausgabe von DELTA sehe, in TRACKS einen Bericht über eine neue unsinnige Sportart in der junge Menschen in Büsche springen genieße oder eben merke, dass die Miniserie von BATTLESTAR GALACTICA, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe, seit ner halben Stunde läuft.

Deswegen muss ich jetzt auch aufhören zu schreiben und werde einfach nur sehen und...der deutschen Synchronisation lauschen....
Vor kurzem gab es doch diesen Artikel auf spiegel-online über die schlechten Gehälter für Synchronsprecher. Ich habe nicht wirklich Mitleid. Ok. Ernsthaft gesprochen natürlich schon. Aber was ist BATTLESTAR GALACTICA ohne die Stimme von Eddie Olmos? Es lässt sich nicht leugnen, dass die Anzahl der aktiven deutschen Synchronsprecher um einiges kleiner ist als die der Schauspieler, deren Leistung von ihnen interpretiert wird. So ist es der Erzähler der Dreifragezeichen, der Adama spricht. Wie passend.

Und.... kein einziges "Frak!" ist zu hören... Es war schockierend als ich vor kurzem mit einer Kommolitonin über BATTLESTAR GALACTICA sprach festzustellen, dass sie diesen Ausdruck überhaupt nicht kannte! Unglaublich. Nicht, dass das die Serie ausmacht, aber es ist immer wieder schön diese vier Buchstaben, in welcher Variation auch immer, zu hören.

Ahh..ich muss jetzt aufhören. Adama hält ne Rede.

Wednesday, July 25, 2007

Everything ends.

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Dietrich Bonhoeffer



Kurz nachdem ich heute Morgen meinen Computer gestartet hatte war die Nachricht vom Tod Ulrich Mühes das Erste was ich sah. Nun bin ich kein Freund blinder Adressierungen irgendwelcher Glückwünsche oder Beileidsbekundungen über Websites oder Foreneinträge an bekannte Persönlichkeiten. Die Realität ist doch, dass die Beglückwünschten oder Bemitleideten diese Grüße eh nicht lesen. Geschweige denn von den Äußerungen, die zuweilen direkt an die Verstorbenen selbst gerichtet sind, als wäre der virtuelle Raum nur ein Nebenzimmer des Jenseits.

Aber diese Nachricht hat mich so traurig gemacht, dass ich darüber schreiben musste, bevor ich all die Nichtigkeiten adressiere, die diesem Post folgen werden.
Jeder von uns kennt Menschen, die durch irgendeine Form von Krebs dem Tod näher sind als je zuvor. Jeder von uns hat diese Krankheit schonmal verflucht, in Angst um den Verlust von Freunden, Verwandten oder des eigenen Lebens.
Natürlich kenne ich Ulrich Mühe nicht persönlich. Ich kannte nur seine Arbeit, die mich immer wieder bewegt hat.
Was mir an Ulrich Mühes Spiel besonders gefiel waren vor allem seine Eleganz, eine Präsenz, die sich als feminin bezeichnen lässt und letztenendes auch seine Verletzbarkeit. Sein Timing war wunderbar. Und seine Zartheit nahm mich jedesmal wenn ich ihn auf einen Bildschirm oder der Leinwand sah total ein.
Es ist schön, dass uns diese Dinge erhalten bleiben.

Laut imdb hat Mühe noch an dem Filmprojekt NEMESIS gearbeitet und zur Zeit gibt es einige neue Folgen mit ihm als den Gerichtsmediziner Robert Colmar in der guten Serie DER LETZTE ZEUGE.
Mehr zum Leben von Ulrich Mühe gibt es vorerst hier.

Thursday, July 12, 2007

Men in hats

Watch it*. Be happy. Share the fictitious reactions of your bodies here, or there, there or over there.



Maybe Shia LaBeouf's "OH MY GOD ......OH MY GOD ....OH MY GOD" reaction to a behatted Harrison Ford, coming out of his trailer, gets legitimated and understandable once you see it all for yourself or actually read the semi-gushing comments. If neither of the two things are melting your heart I recommend you to close this window/tab and never come back.


*Better click right here to decipher non-existent background hints, don't see any people in SLUSHO tees, marvel at Lucas' hair, wonder where Lucas' flannel ended up or ...just listen to that one second of Harrison's heavy breathing over and over again...

Wednesday, July 11, 2007

Weihnachten - Alles muss raus!

SKETCHES OF FRANK GEHRY

Oft geschieht es, dass man Filme für die man Feuer und Flamme ist und auf deren imdb Seite man völlig verzweifelt kein deutsches Veröffentlichungsdatum findet (wohl aber eines für Grönland oder sonstige unbewohnte Flecken), einfach in die hinterste Ecke des Gehirn oder den DVD Import- Wunschzettel verbannt.
Alles andere wäre einfach zu belastend.






Umso schöner ist es dann, wenn ganz plötzlich eine Programmankündigung oder Kritik in der Zeitung auftaucht. Auch wenn es zwei Jahre her ist, seitdem man im Talkback oder Foreneintrag zur amerikanischen Onlinekritik sein "Can't wait to see it!" oder "I'm so anticipating it!!" in die endlosen Weiten des www geschickt hat.

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Obwohl Sydney Pollack zweifellos die Finger in Harrison Fords Karriere-Blackout des letzten Jahrzehnts mit drin hatte* gehört er für mich einfach zu den Guten der amerikanischen Filmindustrie dazu. Ich freu mich immer darauf einen Film von ihm oder mit ihm zu sehen. Er kann gute Geschichten erzählen. Als Schauspieler, als Regisseur oder aber als interviewter Künstler. Da kann man sich mal wieder beim cinema verité bedanken, dass abgesehen von Frank Gehry auch darauf Sydney Pollack auf der Leinwand zu sehen sein wird. (Jean Rouch rulez)
Ansonsten kann ich Künstlerdokumentationen einfach nicht widerstehen.



1-18-08


Das Internet quillt beinahe über mit Getratsche über J.J.Abrams Cloverfield-Projekt, das irgendwann auch mal den Namen Slusho trug, der nun wiederum auf einem T-Shirt im Teaser aufgetaucht ist (Diese Effekt vermeintlicher Widererkennung von wichtigen Indizien ist mir als Smokie-Phänomen bekannt. Es taucht überall auf. Auch als in dem ). Es gibt mehrere Seiten, die den Namen Ethan Haas oder Cloverfield verwenden und den Anschein erwecken, Teil eines viralen Marketingkonzepts für 1-18-08 zu sein, es aber nach Abrams eigenen Angaben auf AICN nicht sind.

Aber jetzt erstmal der Trailer:




Es geschieht nur noch selten, dass man so etwas über einen Film sagen kann, aber das, was Ihr eben gesehen habt ist alles, was über 1-18-08 (der Titel? Wer weiß das schon.) bis jetzt definitiv bekannt ist. Der Rest besteht lediglich aus Spekulationen über Cthulhu, brennenden Löwen oder sonstigen Lovecraft-inspirierte Monstern, die in diesem Film angeblich New York (was soviel heißt wie die ganze Welt) angreifen. Der Trailer tritt "einigen erstklassigen Arsch", um es in der Fachsprache vermeintlich illiterater Internet-Fanjungs zu sagen.

Obwohl ich beim ersten Sehen des Trailers nicht übermäßig schockiert war, weil man schon zuvor von exorbitanten Jubelschreien über die darin enthaltenen Szenen nur so zugeschüttet und siedend heiß gemacht wurde, beweist der Trailer indiskutable qualitative Größe. Ist schon klar, dass Handkameras nichts besonderes mehr sind. Umso besser aber ist es ihren Effekt dennoch mit Erfolg und Bedeutsamkeit zur Schau zur stellen. So wie in diesem Trailer + hoffentlich auch Film geschehen. Der Kopf der Freiheitsstatue: Köstlich. Am besten ist aber tatsächlich die erste vom Dachgarten aus beobachtete Explosion. Das Monstergeräusch kennen wir von J.J. jedoch um Einiges besser...
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Vielleicht wird der Film bombastisch. Vielleicht wird aber auch die virale Marketing-Kampagne viel besser. Bis jetzt hab ich noch nicht ganz verstanden, was eigentlich ihr Inhalt sein soll. Ich hab seit gestern den, ja von Natur aus eher unproduktiven und sich in Selbstreferenzen und von infantilen bis kreativen Wortspielen, Anspielungen und Kämpfen von gut vs. böse, selbst auflösenden Talkback nicht mehr wirklich verfolgt. Kann aber sein, dass in der Zwischenzeit tatsächlich irgend etwas herausgefunden wurde.
Als ich noch klein (2001) war bereitete mir das legendäre AI puzzle großen Spaß. Wenn auch nur als passiver Seitenanklicker. Ach ja, manchmal verbrachte ich auch langweilige Schulstunden damit irgendwelche Rätsel zu lösen oder mindestens so zu tun. Und ich rief einmal auf der Nummer von Ethan...(er hieß auch Ethan?) Chan in den USA an, wo dann eine mysteriöse weibliche Anrufbeantworter-Stimme irgendwelche für mich undurchschaubaren Hinweise gab. Das war echt nicht schlecht. Man sollte mal eine kulturanthropologische Forschung über diese Spiele machen.



DIE DREI FRAGEZEICHEN UND DAS GEHEIMNIS DER GEISTERINSEL

[THE THREE INVESTIGATORS AND THE SECRET OF SKELETON ISLAND]



Dies ist also der letzte Trailer bevor es im November ernst wird. Einige Personen, die ihr undifferenziert dargestelltes Lob hier irgendwo verewigt haben, haben den Film in wahrscheinlich unfertiger Fassung bereits in München zu Gesicht bekommen. Ebenso wie Pet....ääähh Jens Wawrceck und Oliver Rohrbeck, die sich zum Film (auch nur positiv) in diesen Interviews auf G-Wie-Gorilla geäußert haben, eine Seite, die man übrigens nur weiter empfehlen kann. Da trifft guter Geschmack (Nick Frost und Co) auf gute Schreibe (die eher gesprächsartig verlaufenden Interviews sind nicht schlecht. Auch bei den Kritiken zeigt sich der erfrischend persönliche Blogger-Stil), Passion, Kompetenz ( "Gibt es denn auch negative Konsequenzen? Ich denke da gerade an dieses Brian Blessed-Phänomen? " -auch wenn es manchmal etwas übertrieben wird.) und innovative Aufmacher (monkeys!).
Eine Seite zu finden, die auf deutsch ohne falschen Elitismus (Besonders zu empfehlen ist auf artechock neuerdings das BESTIARIM DES KINOGÄNGERS) oder Firmenaura auf hellblauem Grund über Unterhaltung informiert und diskutiert, ist in etwa so wahrscheinlich wie einen Film zu besuchen, bei dem alle Menschen bis nach dem Abspann sitzen bleiben.

Aber zurück zum Thema:
Was sagt uns dieser Trailer und wie stehen die Chancen auf ein paar schöne Minuten im Kino?

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Woher soll ich das bitte wissen?
Der Trailer ist nicht der Hammer. Aber was sagt das schon aus?
Es ist klar, dass es zu den Hauptanliegen der Marketingverantwortlichen gehört ein deja vu Erlebnis zu produzieren, das die dummen kleinen im Schnitt 20 jährigen Kinobesucher nicht verschreckt. Zumindest ist das noch die beste Entschuldigung für dieses unansprechende Werk und missratene Beispiel der Trailerkunst. Nichts Besonderes. Nichts Bewegendes. In ein paar Szenen erkenne ich wieder, was ich als die essentiellen Grundmerkmale der drei Detektive bezeichnen würde. Dazu gehört unter anderem eine gewisse Art von Verschrobenheit. Ansonsten bin ich sehr verwirrt, was die Identifikationen der Detektive angeht. Die Frage nach Jupiter's Körperfett ist keinesfalls die Frage eines nostalgistischen Mitdreißigers. Sie ist berechtigt. So erbärmlich es klingen mag: Jupiters Übergewicht macht etwa 80% der Charakterbeschreibungen dieses Serienkonzepts aus. Und die verhältnismäßig interessanten Charaktere in interessanter Umgebung waren es, die ??? von anderen Buchstaben, Satzzeichen und Freundeskreisen mit Zahlen im Titel abgehoben haben.






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* Sydney Pollack in EMPIRE Mai 2005: "Sure, sure, sometimes you get why it went wrong and sometimes you don't. I mean, I get it with Random Hearts; I don't get it with Havana. I can look at Random Hearts and see the grimness and the one-note that I kept Harrison Ford in for so long. (...) Going back doesn't do much good becuse I would make the same mistakes again. I hate to confess it but I probably would. I don't know if there's a common ground between Random Hearts, Havana and, let's say, Bobby Deerfield, which didn't do so well. Is there something that those three pictures have in common, a blind spot that I have? There is a link between Hearts and Deerfield, a dullness. It's Pacino playing against type, Pacino who is a fiery, intense man playing a boring guy. It's Harrison Ford who we love to see doing action playing this obsessive guy trying to find out how his wife ended up having an affair."

Thursday, June 21, 2007

Geschenke

Wahrscheinlich habe ich das schonmal erwähnt. Es gibt in der anthropologisch-soziologischen Interneterforschung so eine Idee, dass virtuelle Gemeinschaften hauptsächlich auf der Basis des Schenkens existieren. In meinem Verständnis und meiner Erlebniswelt handelt es sich bei diesen Geschenken hauptsächlich um Links zu Artikeln, Bildern, Videos, interessanten Neuigkeiten. Und in der Tat lässt der tägliche kostenlose Zugriff auf herzergreifendes total abgefahrenes frisches Material Weihnachten (in seiner Bedeutung für den konsumgeilen Durchsschnittsbürger) alt aussehen.
Vor allem in den vergangenen sieben Tagen gab es einen Haufen Geschenke.



Inmitten dieses mit entzückenden Wortspielen gefüllten Threads auf chud.com verbirgt sich ein Link zu einer etwas größeren downloadbaren Version der bewegten Bilder, die vor zwei Nächten in einer der Werbepausen der AFI 100 years...100 movies Veranstaltung gesendet wurden.

Der Ausdruck Final Cut hat etwas schön Beruhigendes. Die Frage, die sich bei den ständigen kosmetischen Eingriffen von E.T. und Star Wars, aber auch APOCALYPSE NOW in den letzten Jahren stellte, war die nach einer bestimmten zeitlich künsterischen Authentizität. Manche kritisierten die Special Effects Überholungen von Lucas für ihren Filmgeschichtesrevisionismus. Schließlich hätten die imperfekten Effekte der 70er und 80er auch eine Berechtigung und es ginge bei deren Erhalt bzw. Auslöschung durch Special Editions um das Auslöschen eines Kapitels des Filmemachens.
Die Probleme des, bzw. der Blade Runner Cuts liegen da sicherlich weiter und tiefer zerstreut.
Verwirrend war für mich bis jetzt nur, dass Ridley Scott tatsächlich Joanna Cassidy (Zhora) zu einigen reshoots bestellte. Das einzige in diesem Trailer erkennbare neue Bild, ist das der nackten maskierten tanzenden Mädchen.
Ansonsten ist er einfach nur gut gemacht. Er lässt den Film besser aussehen als er ist. In einer perfekten Welt ist das die Aufgabe eines Trailers. Und die Musik von Clint Mansell....einfach traumhaft.
Der Herbst kann kommen....

Tuesday, June 19, 2007

Aaaaaaaaahhhhhhhh.....Paul Thomas Anderson

Magnolia ist einer der Filme, die mich am stärksten beeinflusst haben. Die Energie dieses Films, die gleichermaßen von interessanten Charakteren, der erleuchtenden Geschichte und einer wunderbaren Kamera-Ästhetik ausgeht, haut mich bis heute um.

Als ich dann Punchdrunk Love zum ersten Mal sah ahnte ich, dass PTA wohl das ist, was man früher Genie genannt hat.

Nun ist der Trailer für PTAs nächsten Film THERE WILL BE BLOOD, den ich vor geraumer Zeit schonmal genauer beleuchtet habe, endlich da und steht in praktischer Youtube-Verschlüsselung zu endloser Vervielfältigung bereit. Bitte:






Ich finde, dass es bei PTA oft um die Scheiße im Leben geht.
[Und es ist kein Geheimnis, dass es zu den wichtigen Dingen der Kunst und des Kinos gehört die Schönheit der Scheiße (metaphorisch...das muss man in diesem Zusammenhang dazu sagen) darzustellen. ]
Und zwar nicht nur die grobe Scheiße. Nicht nur das Sterben und Leiden. Sondern auch die kleinen Dinge, die schief gehen. Die kleinen Sachen, die nie funktionieren oder zu denen wir nicht fähig sind. [Die perfekte Verkörperung dieser Inkompetenz findet sich sowohl in Barry Egan als auch bei Quiz Kid Donnie Smith und allen anderen so schön disfunktionalen Charakteren in Andersons Filmen.] Deswegen ging mir auch das Herz auf, als dieses wohl zur Ölbeförderung gebaute Holzgerüst, was man im Trailer sieht, zusammenstürzt. Einfach herrlich.

Ich sah den Trailer als ich am Sonntag von einem aufschlussreichen aber auch schwer Abschied zu nehmenden Seminar voller wunderbarer Augenblicke zurückkam. Unter anderem plagte mich die Frage, warum ich es nicht geschafft hatte mit einer ehemaligen Freundin über die Krankheit ihrer Mutter zu sprechen und zu fragen wie es ihr damit ginge. Vielleicht waren die ziemlich schönen Stunden, die wir am Wochenende miteinander verbrachten keine allzu schlechte Alternative zu einem guten Gespräch über, das was in diesem Moment wohl das größten Platz in ihr einnahm. Aber irgendwie war es nicht richtig.

Als ich dann zuhause angekommen aus der Dusche stieg rief die beste Freundin an, die meine Mutter wohl hat und zu der eigentlich jeder aus unserer Familie eine besondere Beziehung hat. Sie hat Brustkrebs. Ich weiß, dass diese Situation trotz ihrer extremen, sie persönlich betreffenden Dimension, nicht vollkommen neu für sie ist. Und ich glaube auch, dass sie in ihrem Glauben Trost, Rückhalt und Hoffnung findet. Aber das ändert eben nichts an der Tatsache, dass sie verdammt krank ist und es ihr einfach scheiße geht.

Das Gespräch mit ihr war jedoch auch, neben der Realität ihrer Krankheit, gefüllt mit Zuversicht und Hoffnung und dem Blick auf das Schöne. Liebe Menschen, die sich gut um sie kümmern. Wir unterhielten uns auch über mein Seminar.

Heute telefonierte ich mit einem Verwandten meines Vaters dessen Sohn vor einigen Wochen an einem Gehirntumor starb. Ich habe seinen Sohn selbst nie getroffen. Aber irgendwie klingen die meisten aufrichtigen Erzählungen von ihm, nach einem total prallen Leben. Das spendet auch Trost. Aber den Vater beschäftigt der Tod des Sohnes noch immer immens. Besser gesagt beschäftigt ihn die Tatsache, dass er, wie er selber sagt noch nicht "darüber hinweg" sei.

Auf dem Wochenende kam kurz ein Vorfall zur Sprache, der meine ehemalige Schule die vergangenen Monate über stark beschäftigt hat. Ein Mädchen aus der achten Klasse erhängte sich.

Vor einer Woche las ich von dem Tod Daniel Robert Epsteins*. Erst vor kurzem habe ich angefangen seine phänomenalen Interviews mit Künstlern aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern zu entdecken. Er war 31 und wurde morgens von seiner Frau tot aufgefunden. Als ich mich auf seinem Profil von suicidegirls, eine der Seite für die er schrieb, umschaute sah ich den Eintrag vom 12. Juni um 3.33 Uhr: "i'm so sick it's not even funny.". So kann also der Tod in Zeiten des Internets aussehen. Irgendwie wirkte es hinausgezögert. So wie seine Interviews weiter existieren und inspirieren werden, war dieser Eintrag eines Toten, wie eine Art Fußabdruck im Sand, den das Meer nicht wegspülen kann. Es schien etwas Untotes zu sein. Etwas zwischen dem Dies- und Jenseits.

Ich beschäftige mich eigentlich garnicht so selten mit dem Tod. Ich habe gelernt ihn aus einer christlichen Perspektive zu betrachten. Aber manchmal vergesse ich all das. Da stehe ich nur vor diesem Nichts. Wie kann das sein, dass ich eines Tages nicht mehr, denke, atme, rieche, schmecke, erlebe, träume?

Irgendwie kamen in den letzten Tagen viele dieser Nachrichten zusammen, die um den Tod und um Hoffnungslosigkeit zu kreisen scheinen. Aber irgendwie geben diese Alltagsnotizen auch einen Blick frei, auf das, was unser Leben eben mitbestimmt. Leid. Und die Erinnerung daran, dass es , vielleicht schon Morgen, einfach vorbei sein wird.
In nächster Zeit werde ich mal eine Filme auflisten (hier auf dem Blog natürlich), die sich auf besondere Art und Weise mit dem Tod auseinandersetzen. Irgendwie reizt mich das schon länger.
Denn letztenendes hilft uns zwar nichts und niemand wenn wir in einer Lage sind, in der der Tod (bei Verwandten, Freunden, geschätzten Menschen oder uns selbst) zu nah zu sein scheint, aber irgendwie tut es gut mit Filmen und Geschichten seine Einsicht auf das, was Tod ist, dessen Bedeutung bewusst zu schärfen und zu erweitern.

Irgendwie tut es gut.
Und so tat auch irgendwie der Trailer zu THERE WILL BE BLOOD einfach nur gut.
Eigentlich nur ein Trailer. Allerdings einer, der sich aus dem Sumpf der totalen Trailerkacke, die in letzter Zeit von Marketingabteilungen so rausgehauen wird, deutlich abhebt.

Das hat mich auch wieder an den herzzerreißenden zweiten Teil des Magnolia-Trailers erinnert. Auch so ein Film über Leben und Tod...






*Hier gibt es einen der vielen zahlreichen Nachrufe, die der Spur, die D. R. Epstein mit seiner inspirierenden Arbeit durch das Internet gezogen hat, folgen. Am besten man fängt auf SuicideGirls an um das, was DRE irgendwie jedem Menschen zurückgelassen hat, kennen zu lernen.


Monday, June 18, 2007

ERSTER SCHNEE AM 25.5.1977

Der Film um den es hier geht heißt 5-25-77.





Es ist ein Auto-Biopic des Regisseurs Patrick Read Johnson.

Selbst strengste Trenner von E und U dürften sich inzwischen unfreiwillig über die Bedeutung dieses Datums (Ja, der Titel stellt ein Datum dar.) bewusst geworden sein. Sogar in der FAZ erschien Ende Mai ein sehr harmloser Korrespondentenbericht über Celebration IV, das Star Wars Fan-Treffen überhaupt, welches in diesem Jahr zum 25. Jahrestag der ersten Veröffentlichung von Star Wars 1977 in L.A. stattfand.
Dieser Bericht war um Einiges unkritischer bezüglich der zahllosen im Darth Vader Kostüm erscheinenden Mitdreißiger und anderen nostalgischen Identitätsentwürfen, denen man bei solchen Treffen begegnet, als alles, was ich zu diesem Thema auf Webseiten gelesen habe, die im MAi '77 eigentlich eine Art Grundsteinlegung erfahren haben. Internetseiten, die im Grunde genommen ein Teil des Star Warsschen Erbes darstellen.

Auf Chud, Aicn, Joblo und anderen Websites, auf denen es von Filmgeeks unterschiedlichster Ausprägungen nur so wimmelt weiß man (mindestens ein Teil der Besucher) doch meistens um die Fragwürdigkeit einer
Dauerkostümierung und Heirat im Darth Vader-Kostüm. Ob der Grund für eher abwertend kritische Beschreibungen solcher Fälle von Nostalgie als Lebenseinstellung, wie sie vor allem auf Chud oft zu finden sind, insbesondere in der durchaus nötigen Abgrenzung der von Star Wars inspirierten aber dennoch in der realen konstruierten Welt angekommenen Filmliebhaber von Jungfrauen im Stormtrooperkostüm liegt? Fest steht, dass zwischen diesen beiden Welten (anthropologisch gesehen sind es wahrscheinlich nicht nur zwei Welten sondern ein ganzes Universum voller Sonnensystemen) ein oder mehrere Unterschiede bestehen.

Der Unterschied zwischen obsessiven Geistern, die sich im Kostüm einer Prinzessin aus weit entfernten Sternensystemen trauen lassen und Menschen, die trotz ihrer Begeisterung für Star Wars auch wieder den Weg hinaus in die verwirrende, unruhige Realität gefunden haben, und zwar basierend auf ihrer Leidenschaft für diesen Film, existiert also. Und er zeigt sich irgendwie auch in unterschiedlichen Produktionen wie FANBOYS (REVENGE OF THE NERDS) und 5-25-77.



Bei diesen Projekten liegt die Vermutung (beide Filme habe ich noch nicht gesehen, hierbei handelt es sich also um eine vollkommen sinnlose pseudo-gesellschaftlich relevante-Untersuchung [mit falsch zusammengesetzten Quasi-Substantiven]) nahe , dass es sich um Filme mit sehr unterschiedlichen qualitativen Ambitionen handelt.
Bei Fanboys scheint es einzig und allein um Obsession zu gehen, die an die Grenze der Legalität führen kann. Ah ja, nicht zu vergessen die Kameradschaft unter den Fans, die Ihrem Freund ermöglichen wollen THE PHANTOM MENACE zu sehen, bevor er an Krebs sterben muss. Sehr solidarisch (Freunde!). Sehr sentimental (Religion: Popkultur der Kindheit). Sehr manipulativ (Krebspatient!). Viel wichtiger als die eh schon bloß auf Staffage bedachten dramatischen Alibi-Ingredienzien Krankheit, Mission, Kameradschaft, sind die 1 Mio. Star Wars Referenzen und Witze. Schön, wenn man darauf Lust hat. Nicht so schön, wenn man sich auf einen rundum zufriedenstellenden Film freut, der sich kreativ der Mittel des Erzählkinos bedient.
Wenn wir Glück haben gibt es ihn jedoch bald für uns. Den Film, der beleuchtet, was jeder, der Filme und den Herstellungsprozess leidenschaftlich liebt, schon einmal gefühlt haben muss. Und andere Wahrheiten.

It is the true story about one of the first people to ever see Star Wars (in its unfinished form) and what that experience did to his movie loving life. And ultimately it is a challenge, the gauntlet being thrown down for a young filmmaker, forcing him to decide between his beckoning dream and the comfort and love to be found in his small town. For Patrick Read Johnson, 5-25-77 is a date looming on the horizon on which he knows he'll be forced to choose between his home and his dream. And that is exactly why this film works.
(Massawyrm über besagten Film)

In dem Konzept von 5-25-77 scheint es um mehr als fade Sentimentalität zu gehen. Sondern um Gefühle, die den Mensch lebendig machen und von denen unsere Existenz abhängt.
Bei FANBOYS scheint nichts von der Magie des Augenblicks enthalten zu sein, die existiert, wenn man vom Unterhaltenen zum Unterhalter wird. Ich glaube man nennt es Inspiration...
When I saw Star Wars, I wanted to be a Jedi, fly an X-Wing, swing a lightsabre. But when he saw Star Wars, he wanted to MAKE people fly X-Wings. More impressive, he kept at it, making a career in the world's most competetive industry.
(Augustus Gloop über besagten Film)

Da steckt etwas Wahres hinter diesem Traum. Manche von uns spürten es als sie ihren ersten großen Film gesehen haben. Diesen Film, nach dem nichts so war wie zuvor. Und es kommt immer wieder. Diese Unruhe in der Magengegend, eine leise Stimme in meinem Kopf, die sagt: Ich will auch so was machen.
Es war der Film, der mich in die Kunst des Kinos einführte, Indiana Jones....., bei dem ich mir das erste Mal die Frage nach dem Urheber solcher Wunder, wie sie sich vor mir auftaten, stellte. Und es war das erste Mal, als sich der Wunsch festsetzte Menschen mit bewegten Bildern und Geschichten zu unterhalten.
Das Gefühl auch Menschen zum Fliegen bringen zu wollen.
Auch jetzt noch bekomme dieses Gefühl jedes Mal wenn ich etwas ansehe, dass von unschätzbarer durchdachten Kreativität ist. Egal ob das eine gute Folge von Lost, Battlestar Galactica, bei 2001, Indiana Jones oder einem Film von Godard ist. Es geschieht durch unterschiedliche Mittel und Wege aber verursacht dasselbe Gefühl.

Wenn 5-25-77 diese Situation und einige andere mehr (wahrscheinlich: Einsamkeit, Außenseitertum* und so weiter) ernsthaft thematisiert freue ich mich darauf, den Film in mindestens zwei Jahren beim Saturn in irgendeiner Ecke liegen zu sehen. Das Größte wäre natürlich, wenn sich, bevor ein schrecklich unwürdiges DVD Cover für 5-25-77 entwickelt wird, ein Kinoverleiher finden würde.
Nebenbei bemerkt sollte dieser Film doch auch eine wichtige Entdeckung für Institutionen wie das Deutsche Filmmuseum bzw. Filminstitut sein. Wie wäre es mit einer Vorführung dieses Films zusammen mit Streifen wie Cinema Paradiso und Raider Of The Lost Ark: The Adaptation im Rahmen einer Ausstellung über Film und Inspiration.

Das Wahre des Traums, den wohl auch P.R. Johnson hatte, besteht darin, dass die Möglichkeit besteht nach ihm strebend das eigene Leben zu verändern, sich zu entwickeln. Dies ist der Gegensatz zur unendlichen Rekursivität, die in fanatischen Fetischgeschichten wie FANBOYS erzählt zu werden scheint.
Patrick Read Johnsons Reise nach Hollywood bracht ihm -falls Ihr es nicht selbst auf der imdb nachlesen möchtet- unter anderem Storycredit für Spaced Invaders, Angus, Dragonheart und dem zur Zeit in Babelsberg filmendem Speed Racer der Wachowski Geschwister ein. Bei Angus und Spaced Invaders führte Johnson auch selbst Regie. Ich hab keinen dieser Filme gesehen. Ein Imdb Poster erwähnt interessanterweise jedoch auch eine Beteiligung Johnson's an der isländischen Kinderserie LazyTown.

Einen echten Trailer mit tatsächlichen Filmausschnitten gibt es jetzt auch:




Irgendwie gibt das den Anlass auf mehr zu hoffen als nostalgisch rückgewandte Jungenphantasien à la FANBOYS...
In der Reihe der Ausschnitte aus AICN Kritiken und Kommentaren, hier noch ein interessante Stellungsnahme von Quint, dessen Kritik wohl am meisten auf einige Schwächen des Rough Cuts hinwies. Klickt, wie auch bei den anderen Zitaten auf den Text um zum Originalartikel auf AICN zu gelangen:

Pacing and editing issues on this very rough cut aside, I can also see the good movie underneath. Like I said above, this movie has a whole lot of heart and it comes from a genuine place. It’s as much a coming of age story as it is a geek’s nostalgia piece. 2001 gets a lot of time, PLANET OF THE APES gets some love, SILENT RUNNING gets a lot of love. And, of course, STAR WARS.
(Quint über besagten Film)


*Ist übrigens auch nicht mehr das, was es einmal war. Neben den geächteten einsamen Existenzen gibt es jetzt den total hippen unhippen Geek oder Nerd. Die Stelle in O.C., in der Summer beim Durchblättern eines alten Jahrbuchs auf die zahlreichenBilder der Clubs trifft, in denen Seth Coen das einzige Mitglied war ("Ich wusste garnicht, dass es einen Club zur Erhaltung alter Filme gibt. ") war durchaus traurig. Aber irgendwie war Seth trotz seiner gut bekannten nerviger ADHS Art eine dieser zu coolen postmodernen Inkarnationen des "quasi-Außenseiters".

Friday, June 08, 2007

I'M MAD AS HELL AND I'M NOT GOING TO TAKE IT ANYMORE!!&%<*°"+#§


Endlose Sinnentleerung beim WDR.



Eine Nachricht an die Moderatoren des WDR, die über den evangelischen Kirchentag berichten:





SHUT THE FUCK UP!
















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Saturday, May 19, 2007

Gestern*

Eigentlich müsste ich in genau diesem Moment ein Referat vorbereiten. Der zu referierende Text liegt vor mir. Genauer gesagt zwischen mir und dem Laptop auf dessen Tastatur ich gerade diese Wörter eingebe.
Inzwischen habe ich mir den neuesten und letzten Lost-Podcast angehört. Das pseudo- Schulpausen-Geplänkel von Lindelof und Cuse wirkt unter normalen Umständen eigentlich recht inspirierend.

Nach etwa fünf Minuten Pause für Referatsnotizen inspirierten sie mich allerdings eher zu der Annahme, dass der vor mir liegende Text voller selbstbezogener
"Was diese "berufliche Indienstnahme" privater Lebenszusammenhänge für die geschlechtsspezifische Gestaltung von "work and life arrangements" im Hinblick auf Lebensplanung und Lebenslauf der Kulturberufler bedeutet, bedarf näherer Untersuchung aus der Perspetive der Betroffenen"-Aussagen nicht die Priorität hat, wie etwa ein spontaner Vergleich der Webrepräsentation von USC - School of Cinema Arts und der HFF Potsdam. [ Fazit: Zwischen einem blau getöntem Foto des Straßenschilds der Marlene Dietrich Allee und dem überaus eleganten Schriftzug der kalifornischen Version liegen Welten, die man eigentlich in Ruhe lassen sollte. Aber warum? Warum sehen die Webseiten deutscher Filmakademien aus wie die Webrepräsentationen einer Fahnenfabrik und die amerikanischen wie die Internetseiten einer Filmschule?]

Aber zurück zu dem, was in diesem Augenblick sowieso in meinem Kopf bearbeitet werden sollte:
Wenn keine zwei Sätze eines Aufsatzes ohne das Auftauchen von Phrasen, wie
"geringe Verbreitung geschlechtsspezifisch strukturierter Arrangements von "Arbeit und Leben" und "Anhaltspunkte für ein degendering von Erwerbsarbeit", die traditionell "weiblichen" Semi-Professionen" auskommen wird Unmut doch wohl gerechtfertigt sein! Zumal die Veranstaltung, in der ich dieses Referat morgen -hoffentlich- halten werde ausschließlich aus Frauen besteht. Frauen, die Anfang zwanzig und einigermaßen intelligent sind, sich allerdings vor keinem Klischee scheuen, das sie viele Dienstag Abende lang vor Sex and the City einstudiert haben.

Heute ist der 22. Mai. Das heißt nicht nur, dass ich in einem Jahr die Früchte dieses Textes und einer anschließenden Studie zu Papier gebracht haben muss und dem Forschungsthema selbst, Prekarisierung, einen erheblichen Schritt näher gekommen bin. (Wenn der Inhalt dieses Papiers nicht so gut wird dürfte das Prekariat nicht mehr zu verfehlen sein.)

In ziemlich genau einem Jahr werde ich hoffentlich in einem großen dunklen Saal sitzen und gespannt aber mit einem unbeschreibbaren Lächeln auf den Lippen und der Außenhaut meiner Seele warten, dass der Projektor die große Leinwand und meine Augen mit einem kurzen Aufleuchten in den Himmel des Abenteuers befördern wird. Hoffentlich wird dies auf elegantere Weise geschehen als dieser Satz es tat.

Und so langsam wird es ernst an der Front des unauthorisierten Internetinformationsflusses.

Irgendwie schien es am Montag als würde jemand plötzlich beginnen über das Internet die neueste Version des Koepp-Drafts vorzulesen. Zumal die ersten Planungen für die Ende-Juni Festivitäten in New Haven anlässlich der bevorstehenden Verfolgungsjagd bereits einige Tage zuvor begonnen hatten.
Ich hoffe inständig, dass ich ausnahmsweise genügend Disziplin an den Tag legen werde um den Spoilernachrichten zu dem, was man hoffentlich bis Thanksgiving immernoch nur "Indiana Jones IV" nennen kann, zu widerstehen. Es wäre einfach zu blöd. Zu blöd ist diese ganze Spoilergeschichte eh schon.
Warum hat man Interesse daran, sich den Spaß der Überraschung zu nehmen? Warum liest man sich eine Woche vor dem Lost-Staffelfinale alle Wendungen und Überraschungen des Plots durch?

In dem Fall des "Belloque"-Leaks hat Devin Faraci freundlicherweise einige Plotdetails einstudiert haben.
nicht verraten. Ein seltenes aber gutes Beispiel für den Umgang mit Wissen, was für niemanden gut ist. In einem Jahr überrascht zu werden. Das wäre doch was.
Dennoch trügt der Schein diesen Film beinahe jungfräulich erleben zu können. Es ist eine Tatsache, dass ich seit etlichen Jahren auf die Entstehung dieses Films gewartet habe. All die Erwartungen dieser Zeit. Alle die Träume, in denen sich dieser Film schon breit gemacht hat. All die Relativierungen, die nötig sind. All das ist schweres Gepäck für einen idealerweise unbelasteten Kinobesuch.

Zum Glück gibt es auch andere bewegte Bilder auf die man sich freuen kann ohne gleich so viel Emotionen auf die hohe Kante zu setzen. Eine ganze Menge davon werden gerade in Cannes gezeigt (der neue Akin, der neue Coen, der neue Tarantino, der neue Schnabel -Kamera: Janusz Kaminski) und gerade heute wurde bekannt, dass der neue PTA auch nach Venedig kommen wird. Das ist alles schön und gut. Allerdings kommen durch die zyklische Wiederkehr der Festivals auch negative Erinnerungen auf: Journalisten, die in Berichten, auf die man sich gefreut hatte, über die vielen (schlechten) Filme jammern. Eigentlich ist so ein Festival ja sehr magisch und etwas besonderes. Andererseits ist es das schlimmste, anstrengenste Erlebnis auf Erden. Ach ja und dann war da noch diese THE FOUNTAIN Kritik im letzten Jahr aus Venedig. Ein Trauerspiel des Unverständnisses. Leider schien a) der Kritiker so eine Art Aushilfe zu sein und war b) dies die einzige Kritik, die jeweils in der FAZ für THE FOUNTAIN erscheinen sollte.**

Unter solchen Umständen kann man sich nur immer wieder über das Internet freuen.
Und über die Tatsache, dass es noch Menschen gibt die sichtbar gerne, mit unmittelbarer Euphorie über einen neuen Film schreiben können. Danke.




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*Vor sieben Tagen.

**Das Problem: Vor ungefähr einem Jahr verschwand Dietmar Dath. Wahrscheinlich ging er auf Lese- oder Promotionsreise mit seinem neuen geek-Buch. Apropos. Im April 2006 habe ich mir versehentlich eine SPEX-Ausgabe gekauft. Die darin enthaltenen Sätze waren schlimmer und unverständlicher als meine eigenen. Es war als ob jemand versuchen würde sein gesamtes Wissen in einen 200 Zeichen Artikel zu zwängen. Als ich dann erfuhr, dass Dath irgendwann einmal irgendetwas mit dieser Publikation zu tun hatte ging mir sofort ein Licht auf. Ich sah klar. Nun warte ich auf seine Rückkehr.
Als ich noch klein war fiel er mir bei meiner Feuilletonlektüre immer auf weil in seinen Artikeln unglaublich häufig der Name Steven Spielberg erwähnt wurde. Einfach so. Ohne besonderen Grund. Steven Spielberg. Das machte mich neugierig und ich sah in ihm einen Verbündeten und Feind zugleich. Ich war noch jung.





Tuesday, April 10, 2007

SCHNEE DER ZUKUNFT

Die Titel zu Deiner Rechten verdienen wohl ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund gibt es nun diese etwas ausführlichere meterologische Reihe. Denn bei aller Aprilhitze ist der erste Schnee doch unausweichlich. Auch wenn er aus durch die Luft fliegenden Kirschblüten besteht.








+ FIRST SNOW




Ganz ehrlich: Ich wusste bis vor einigen Wochen nichts, garnichts von diesem Film und seinem Namen. Die Umbenennung dieses Blogs geht auf eine Februarnacht zurück, in der mir, als ich mein Zimmer betrat, beim Anblick der zugeschneiten Außenwelt die Augen übergangen.
Ich gebe allerdings zu, dass Clint Mansells Scorestück FIRST SNOW für THE FOUNTAIN durchaus auch eine Inspiration war. Nicht zuletzt sind der Gedanke des ersten Schnees und dessen sehr wohl als Allegorie und Metapher dienenden Assoziationen ja auch ebenso Grunbeschreibungen des Lebens wie die Sehnsucht nach Kind-, Sicher-, Geborgenheit und Unschuld des mit Peter Pan konnotierte Neverland-Begriffs.

So hat sich der Film von Mark Fergus, dessen Beteiligung am Drehbuch von Children Of Men ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit verdient diesen starken Ausdruck auf die Fahnen geschrieben.

Allerdings geht es hier, nach Quints (Eric Vespe) Beschreibung wohl um noch andere Einflüsse und schicksalhafte Bedeutungen ersten Schnees:

It's a weird little tale about a yuppie businessman (Pearce) whose car breaks down in the desert. As he's waiting for it to be fixed he finds a guy working out of his trailer as a palm reader. J.K. Simmons (J. Jonah Jameson from the SPIDEY flicks) plays this desert rat psychic, who is clearly the real deal.

Simmons begins his reading, predicting financial success in the near future... the usual stuff. But then he starts freaking out and drops Pearce's hand, asking him to leave. Pearce thinks it's all part of the act and demands more for his money, finally prying the drive of the movie out of the fortune teller. Pearce is going to die. Soon. But his vision isn't more specific than that... just that Pearce dies in the snow. So as long as it isn't snowing, he's safe.


Auf CHUD gibt es zudem ein schönes Interview mit William Fichtner

... und Mark Fergus.

Auch ein schönes Interview, in dem noch ein wenig über Iron Man geredet wird gibt es auf AICN. (Ich weiß. Meine Links sind durchaus vorhersehbar.)


Für Deutschland ist anscheinend noch kein Verleiher gefunden worden. Vielleicht sieht man den Film auf einigen Festivals im Sommer, vielleicht jedoch auch erst auf DVD.... aber ...vielleicht müssen wir uns auch einfach ein wenig gedulden.
Allerdings handelt es sich um Mark Fergus und nicht Robert Altmann, dessen letzter Film A PRAIRIE HOME COMPANION nun nachdem er vor mehr als einem Jahr auf der Berlinale gelaufen ist, am Donnerstag endlich in deutsche Kinos kommt....











+A PRAIRIE HOME COMPANION /The Last Radio Show



Jeden Sonntag kann man im Rhein Main Gebiet von 12 bis 14 Uhr auf der AM Frequenz 873 Garrison Keillors A Prairie Home Companion anhören. Das ist vor allem dann ganz schön, wenn man beim Spülen/Abtrocknen etwas unterhalten werden möchte. Irgendwie habe ich nie verstanden ob diese Show wirklich beendet wurde oder ob dies nur der fiktionale Kniff des Films ist.
Es ist wohl ein Film über die letzten Dinge. Neben Meryl Streep, Lily Tomlin (die wir ja inzwischen gut zu kennen glauben) sind ebenso Virginia Madsen, Woody Harrelson, John C. Reilly, wie Kevin Kline und Tommy Lee Jones im Cast vertreten.
Ich kann es kaum noch erwarten den Film endlich im Original mit einem lieben Publikum (mehr als drei Personen) zu sehen.








Drew Mc Weeny hat eine schöne Nachruf Kritik geschrieben. Aber die deutschen Tageszeitungen sind ja schon seit einigen Wochen voll mit Besprechungen dieses Films.

Was mich ganz zu Beginn, als der Film gerade anfing zu gedreht zu werden, auf ihn aufmerksam gemacht hatte, war nicht nur das Thema der lustigen und schönen Radioshow sondern ebenfalls Paul Thomas Andersons mysteriöse Partizipation an diesem Projekt. Aus versicherungstechnischen Gründen war es nämlich dem alten Altmann nicht gestattet bei diesem Film alleine Regie zu führen. So saß PTA, wie ich das verstanden habe einfach mal mit am Set:














+THERE WILL BE BLOOD


THERE WILL BE BLOOD basiert auf dem Roman Oil! von Upton Sinclair und zeigt vielleicht auch wie viel PTA in der unerträglich langen Zeit seit Punchdrunk Love und am Set von A Prairie Home Companion gelernt hat.

Mehr als PTA selbst bei seinem kleinen Besuch bei Henry Rollins berichtete weiß ich auch nicht über dieses Projekt. Einmal abgesehen von dem unbedeutenden Foto, das vor einiger Zeit auf AICN erschien, der Information über Paul Danos Casting und einem Foto von Vince Froio. Daniel Day-Lewis ist der Protagonist des Films und gemeinsam mit Ciarán Hinds der bekannteste beteiligte Schauspieler.


Ich bin begeistert von jedem Film, den P.T. Anderson bis jetzt gemacht hat. Außerdem gehört er zu der Sorte inspirierender Künstler die auch selbst in ihrer charismatischen Ausstrahlung und ihren Ansichten schon viel Interessantes zu bieten haben.
Für mich gehört er zu den originellsten Visionären im internationalen Filmgeschäft.

Dies ist der Film, auf den ich mich in diesem Jahr (falls es denn noch in diesem Jahr zu einer deutschen Veröffentlichung kommen sollte) am meisten freue. Für Andersons Unverwechselbarkeit spricht unter anderem, dass ich kaum einen anderen Regiseur kenne, dessen Filme in der Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählen so unvorhersehbar sind. Ich weiß einfach null was mich erwartet. Ich hoffe jedoch, dass eine Konstante bleiben wird: Gute Geschichte, die nach PTAs eigener Aussage (auf dem Boogie Nights Audiokommentar) für ihn immer mit den verschiedensten Stimmungen, von süßester ausgelassenster Freude bis hin zu schierer Traurigkeit gefüllt sein müssen gut so. Und noch etwas anderes ist hoffentlich vorhersehbar: Die beinahe unglaublichen intimen Performances, die seine Schauspieler in seinen Filmen vollbringen. Adam Sandler ist hierfür wohl das Paradebeispiel. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass seine Charaktere mit Fehlern und Bedauern nur so übersäht sind, und dass die Schauspieler die Unsicherheit ihrer Charaktere mit zu Tränen rührender Überzeugung vor der Kamera manifestieren.
Alle mikroskopisch kleinen Teile, die wir aus Filmen bereits kennen setzt Anderson neu zusammen um etwas zu kreiren, von dem man denkt, dass man es noch nie gesehen hat.
Ich freue mich darauf.